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Land in Sicht

09. Januar 2024
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Podiumsdiskussion „Demokratiebildung, Zivilgesellschaft und die Zukunft der ländlichen Räume"

 

Die Zukunft der Demokratie in Deutschland wird sich auch in seinen ländlichen Regionen entscheiden – in Ost wie West. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion „Demokratiebildung, Zivilgesellschaft und die Zukunft der ländlichen Räume“ am 28. November 2023 in Berlin. Die Veranstaltung war eine Kooperation des Wissenschaftzentrums Berlin für Sozialforschung und der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.

 

Es diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus der Zivilgesellschaft, der Kommunalpolitik und der Wissenschaft: Matthias Lehmann (Bürgermeister Neusalza-Spremberg), Katja Salomo (Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung), Andreas Willisch (Neuland gewinnen e. V., Schlemmin) und Jan Ruhkopf (Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus, Stuttgart, Moderation).

 

Großes Engagment für die Gesellschaft

In ländlichen Räumen, würde die Demokratie und das Vertrauen in ihre Institutionen zum einen an Boden verlieren. Zum anderen aber würden sich Menschen überall auf dem Land mit neuen Ideen für das Gemeinwohl engagieren und damit die Gesellschaft und Zukunft erfolgreich mitgestalten.

 

Allerdings bestehe die Gefahr, dass antidemokratische Kräfte als „Kümmerer“ auftreten und alternative Strukturen schaffen, wo Kulturprogramme und die Möglichkeit zur Teilhabe fehlen – und Menschen, vor allem Frauen, wegziehen.

 

Gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten, an denen Bürgerschaft und Kommune zugleich beteiligt seien, hielten den Bevölkerungsrückgang auf und können ihn ins Gegenteil verkehren. Darüber werde in den Medien jedoch nur selten berichtet, stattdessen würden leider oft Klischees bedient.

 

Die “Repolitisierung des Alltags”

Tatsächlich aber seien zwei Drittel der Engagierten in den ländlichen Räumen heute Frauen und die Mehrheit der Menschen stehe für das demokratische Miteinander ein, so die Expertinnen und Experten. Unbemerkt zeichne sich gewissermaßen von unten eine demokratische „Repolitisierung des Alltags“ statt, die sich in der Zivilgesellschaft als Form „partizipativen Selbermachens“ zeige.

 

Von erheblicher Relevanz sei, beide Perspektiven auf ländliche Räume gleichberechtigt einzunehmen: Neben der Diskussion über die herausfordernden Folgen des demographischen Wandels und den fehlenden Strukturen der Daseinsvorsorge müssten diese bestehenden Formen gestaltenden Engagements sichtbarer gemacht und somit auch materiell wie ideell gestärkt werden.

 

Kooperation mit “Neuland gewinnen”

Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus bestreitet 2024 neue Wege. Mit dem Programm „Neulandsucher Ost-West“ unterstützt sie in Kooperation mit Neuland gewinnen e.V. die Demokratiebildung in ländlichen Räumen. Das gemeinsame Ziel ist es, innovative Strategien zur Stärkung des demokratischen Gemeinwesens in ländlichen Räumen zu erproben und fortzuführen.

 

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