Rechtsaußen
Die Schwerpunktreihe 2025 wirft Schlaglichter auf die extreme Rechte und ihr Verhältnis zur Demokratie – und hinterfragt, wie wir damit umgehen.
Demagogische Parolen, Straßenproteste und Kundgebungen, mediale Codes und geheime Symbole, Drohungen, Gewalt und Mord: Der Rechtsextremismus ist Bestandteil der deutschen und europäischen Gegenwart. Lange Zeit wurde er in der „Erfolgsgeschichte Bundesrepublik“ als Randphänomen abgetan oder historisches Überbleibsel beschrieben.
Rechtsextremismus seit 1945 in Deutschland
Aber autoritäre und radikalnationalistische Strömungen haben seit 1945 sowohl in den beiden deutschen Staaten als auch im wiedervereinten Deutschland überdauert – und sich stetig weiterentwickelt. Die Schwerpunktreihe bestimmt den aktuellen Verlauf dieser Strömungen in Deutschland und lotet deren historische Tiefendimension aus.
Sie bilden ein komplexes Netz aus Organisationen, Strategien und Ideologien, das sich kaum vollständig beschreiben lässt.
Die Schwerpunktreihe nähert sich diesem Geflecht aus mehreren Perspektiven: Wie haben sich rechtsextreme Akteure, Vereinigungen und Strategien seit 1945 verändert – welche Kontinuitäten und Brüche lassen sich erkennen?
Welche historischen Bedingungen haben radikalnationalistische Strömungen den Boden bereitet – und welche Faktoren verschaffen ihnen in einer entwickelten Demokratie wie der Bundesrepublik in jüngster Zeit wieder so große Resonanz? Wer ist empfänglich für autoritäre Parolen und Ideen – und warum? Und schließlich auch: Welche Folgen hätte eine demokratisch gewählte rechtsextreme Regierung für unser politisches System?
Die Schwerpunktreihe „Rechtsaußen“ wirft einige Schlaglichter auf die extreme Rechte und ihr Verhältnis zur Demokratie – und hinterfragt, wie wir damit umgehen.