Zu Besuch bei Freunden. Bundespräsident Theodor Heuss und die Türkei
Vor 70 Jahren reiste Bundespräsident Theodor Heuss zu einem Staatsbesuch in die Türkei. Die Begegnung mit dem türkischen Staatspräsidenten Celâl Bayar 1957 und der Gegenbesuch in der Bundesrepublik waren weit mehr als diplomatische Ereignisse. Sie standen im Zeichen einer langen deutsch-türkischen Freundschaft und der lebenslangen Faszination von Heuss für das Land am Bosporus. Vom Besuch 1957 gingen aber auch wichtige Impulse für die weitere Entwicklung beider Länder aus. Das vereinbarte Austauschprogramm der sogenannten „Heuss-Türken“ bei den Ford-Werken gilt als Vorläufer des Anwerbeabkommens von 1961.
Anlässlich des 70. Jahrestages des Staatsbesuchs beleuchtet Rasim Marz in seinem Vortrag das vielschichtiges Verhältnis des ersten Bundespräsidenten zur Türkei und fragt, welche Bedeutung sein Staatsbesuch für die Entwicklung der deutsch-türkischen Beziehungen hatte.
Rasim Marz ist Historiker, Publizist und Experte für die Geschichte des Osmanischen Reiches und der modernen Türkei. Er schreibt für internationale Medien über die Türkei, Südosteuropa, Nordafrika und den Nahen Osten. 2016 erschien sein Buch “Ali Pascha - Europas vergessener Staatsmann”.
In Kooperation mit dem Deutsch-Türkischen Forum Stuttgart (öffnet in neuem Tab).