Antisemitische Verschwörungsmythen. Einfache Erklärungen in einer komplexen Welt

Vortrag im Schwerpunkt “Immer noch. Antisemitismus in Deutschland (öffnet in neuem Tab)”
Antisemitische Verschwörungsmythen bestehen seit Jahrhunderten – vom mittelalterlichen Ritualmord-Vorwurf bis hin zu „QAnon“. Historische Muster leben in ihnen fort und tarnen sich in der Gegenwart mit modernen Formen, oft codiert, aber anschlussfähig. Sie prägen Ideologien, politische Radikalismen und gesellschaftliche Debatten.
Juliane Wetzel benennt die historischen Wurzeln dieser Mythen und vollzieht ihren Formwandel bis in die digitalen Gegenöffentlichkeiten nach. Sie bietet einen klaren Blick auf Muster, Wirkungen und Gefahren antisemitischer Verschwörungsmythen in einer zunehmend polarisierten Öffentlichkeit.
Dr. Juliane Wetzel
ist Historikerin. Sie lehrt und forscht als Fellow am Berliner Zentrum für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich in der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KiGA e. V.). Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen die Geschichte des Nationalsozialismus, deutsch-jüdische Geschichte sowie historische und gegenwärtige Formen des Rechtsextremismus und Antisemitismus.
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