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Demokratie als Lebensform. Eine Wanderausstellung zu Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp

Stationen der Wanderausstellung

Leihnehmer-Informationen 

Quiz (mit und ohne Lösungen)

Werbemittel


Straßen, Plätze und Schulen sind nach ihm benannt: Theodor Heuss. Er wurde 1949 zum ersten Bundespräsidenten gewählt, gestaltete zuvor das Grundgesetz mit und engagierte sich als Journalist und Politiker zeit seines Lebens für die Demokratie in Deutschland. Schon in der Weimarer Republik wollte er Demokratie als Staats- und Lebensform etablieren. Nach dem Ende des nationalsozialistischen Terrorregimes trug er dazu bei, dem In- und Ausland das zivile und demokratische Gesicht Deutschlands zu zeigen und zugleich glaubhaft zu machen, dass der neue Staat keinen Schlussstrich unter die Vergangenheit ziehen würde.  

Heuss lebte von 1884 bis 1963, und die Ausstellung zeigt Heuss' Weg durch fünf Epochen deutscher Zeitgeschichte, vom Kaiserreich bis in die ersten Jahre der Bundesrepublik Deutschland. An seinem Lebensweg lassen sich die großen Zäsuren der deutschen Geschichte dieser Zeit verfolgen. Sein eigenes politisches Verhalten war dabei nicht frei von Fehlern – manche seiner Entscheidungen irritieren bis heute und lassen sich nur vor ihrem historischen Hintergrund nachvollziehen. So ist anhand von Fotos, Ton- und Filmdokumenten, Originalobjekten und spielerischen Elementen ein Mann zu entdecken, der sich in enger Partnerschaft mit seiner Frau Elly Heuss-Knapp an den demokratischen und liberalen Vorstellungen seiner Zeit orientierte. Auf dieser Grundlage beteiligten sich beide engagiert an der Gestaltung Deutschlands.  

Elly Heuss-Knapp ist dabei mehr als "die Frau an seiner Seite". In eigenen Einheiten wird ihr Lebensweg anschaulich präsentiert. Schon vor 100 Jahren führte sie ein modernes Leben, verband Familie und Beruf und stellte sich immer wieder neuen Herausforderungen. Ihr Leben wies stärkere Brüche auf als das ihres Mannes – intensive religiöse Phasen wechselten sich mit leidenschaftlichem politischem Engagement ab, und nach 1933, als ihr die Ausübung ihres eigentlichen Berufs als Lehrerin nicht länger möglich war, erfand sie als Werbefachfrau das im Rundfunk heute noch gültige Prinzip des "Jingle".  

Kleine Geschichten, die das Leben in seiner Fülle widerspiegeln, kommen weder bei Theodor Heuss noch bei Elly Heuss-Knapp zu kurz. Die Besucher und Besucherinnen erfahren von den Schwierigkeiten des journalistischen Berufs um 1900 oder Heuss' Freude über seinen ersten Flug 1926 über den Bodensee. Bei seiner Frau werden etwa die geringen beruflichen Möglichkeiten der Frauen um 1900 angesprochen, aber auch Elly Heuss-Knapps Bereitschaft, zur Not auch mit Handlesen Geld zu verdienen.  

Das Berliner Gestaltungsbüro Bertron, Schwarz und Frey entwarf für die Ausstellung eine symbolträchtige Formensprache. Inspiriert davon, dass das Ehepaar Heuss dem Werkbund eng verbunden war, greifen die Ausstellungselemente die Idee der Werkbundkiste auf, mit der gute Gestaltung von Alltagsgegenständen werbewirksam verbreitet werden sollte. Diese Kisten sind leicht auf- und abgebaut und verbergen in ihrem Inneren eine Farbigkeit, die in ihrem Verlauf die Vielseitigkeit der Lebensläufe symbolisiert. Zudem bieten sie die Möglichkeit, Originalobjekte, Medien und spielerische Elemente unterzubringen. Immer wieder haben die Besucher und Besucherinnen die Möglichkeit, Entscheidungen von Heuss oder seiner Frau interaktiv selbst nachzuvollziehen. Damit lädt die Ausstellung dazu ein, über eigene Schwerpunkte in Politik und Gesellschaft nachzudenken.

Die Ausstellung wurde von Dr. Gudrun Kruip kuratiert und aus Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.


Konzipiert wurde die Wanderausstellung für Schulen, Einrichtungen der politischen Bildung und öffentliche Institutionen. (Zielgruppen: Schulen, Museen, Bibliotheken, Rathäuser, Einrichtungen der politischen Bildung wie Landeszentralen oder Akademien, Institute für Lehrerfortbildungen, Mütterkurheime, Gemeindehäuser etc.)

„Demokratie als Lebensform“ ist eine modular aufgebaute Ausstellung. Die komplette Ausstellung behandelt Theodor Heuss und Elly Heuss-Knapp auf einer Ausstellungsfläche von 80-100 qm. Leihnehmer können jedoch die Ausstellungsteile zu Theodor Heuss oder Elly Heuss-Knapp auch gesondert entleihen.

  • "Demokratie als Lebensform. Der erste Bundespräsident Theodor Heuss" benötigt ca. 80 qm (+ 1 Stromanschluss)
  • "Was Frauen stark macht. Elly Heuss-Knapp 1881-1952" ist für eine Fläche von etwa 20-40 qm geeignet (+ 1 Stromanschluss)

Informationen und Ausleihe:
Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus
Breitscheidstr. 48
70176 Stuttgart
info@stiftung-heuss-haus.de
Tel.: 0711 / 955 985 0.  

Bildergalerie Wanderausstellung

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