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Seiteneinsteiger in der Politik. Mitschnitt der Diskussion zwischen Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth, Dr. Susanne Gaschke und Dr. Ernst Wolfgang Becker

24. Oktober 2017, Theodor-Heuss-Haus

Wer Politik als Beruf betreibt, lasse sich auf „ein starkes, langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß ein“, so Max Webers Einschätzung vor rund 100 Jahren. Doch kann der Berufspolitiker unserer schnelllebigen Gegenwart diesen Ansprüchen noch genügen, wenn er sich nach der „Ochsentour“ durch die Parteien alle paar Jahre dem Wählervotum stellen muss und den Zwängen des politischen Geschäfts ausgeliefert ist? Bringt nicht vielmehr der Seiteneinsteiger aus Wirtschaft oder Wissenschaft Qualitäten mit, die eingefahrene Routinen und Denkmuster im Politikbetrieb aufbrechen? Aber warum scheitern wiederum Quereinsteiger oftmals vor den Herausforderungen der politischen Praxis?

Mit Rita Süssmuth und Susanne Gaschke diskutieren zwei prominente Seiteneinsteigerinnen, die unterschiedliche Erfahrungen im Politikbetrieb gemacht haben.

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rita Süssmuth,
geb. 1937, war Professorin für Erziehungswissenschaften an den Universitäten Bochum und Dortmund sowie Direktorin des Forschungsinstituts „Frau und Gesellschaft“ in Hannover. 1985–1988 war sie Bundesministerin für Familie, Frauen, Jugend und Gesundheit, anschließend bis 1998 Präsidentin des Deutschen Bundestages.

Dr. Susanne Gaschke, geb. 1967, studierte Anglistik, Öffentliches Recht und Pädagogik und arbeitet seitdem als Journalistin und Autorin u. a. bei den Zeitungen „Die Zeit“ und „Die Welt“. 2012/13 war sie Oberbürgermeisterin der Landeshauptstadt Kiel.

Dr. Ernst Wolfgang Becker, geb. 1966, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stv. Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.