Immer noch. Antisemitismus in Deutschland
Immer noch. Antisemitismus in Deutschland
In Vorträgen, Gesprächen, Workshops und Ausstellungen geht die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus dem Antisemitismus in Deutschland und seinen Folgen mit ihrem Schwerpunkt 2026 nach.
Der Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 sowie die Reaktionen darauf zeigen: Antisemitismus ist weltweit präsent. Auch in Deutschland ist Judenhass nach dem Holocaust nicht verschwunden. Bis heute zeigt er sich – teils offen, teils verdeckt.
Dabei richtet sich Antisemitismus gegen zentrale Prinzipien der liberalen Demokratie wie Freiheit, Rechtsstaat und Menschenwürde. Und er richtet sich gegen Menschen, die Hass und Gewalt erfahren.
Doch was genau bedeutet Antisemitismus? Wo ist er in Deutschland verbreitet und wie wird er sichtbar – in Wissenschaft, in Verschwörungsmythen, in Medien und im gesellschaftlichen Alltag? Wie erleben Jüdinnen und Juden Antisemitismus – und was lässt sich dagegen tun?
Programm „Immer noch. Antisemitismus in Deutschland“
HeussLab: Tacheles – jüdisches Leben, Antisemitismus und interreligiöser Dialog
Was prägt jüdisches Leben heute? Wie gehen wir mit Antisemitismus um? Und wie mit antimuslimischem Rassismus? In Diskussionen und Workshops füllen Jugendliche den Raum im Theodor-Heuss-Haus und gestalten ihn aktiv mit. Das HeussLab ist interaktives und partizipatives Lern- und Diskussionsformat für Jugendliche und junge Erwachsene. Dauer: April bis Oktober 2026
Ausstellung: „Du Jude!“ – Alltäglicher Antisemitismus in Deutschland
Eine Ausstellung zu aktuellen Formen des Antisemitismus in Deutschland – in politischen Bewegungen, Schulen, Sport oder Musik. Eine Kooperation mit der Kölnischen Gesellschaft
für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Dauer: April bis Oktober 2026
Themenführung: Theodor Heuss und das Judentum Theodor Heuss trat für seine jüdischen Freunde und gegen Hass ein. Und er erinnerte die Deutschen an ihre Verbrechen. Doch auch seine Haltung blieb nicht ohne Widersprüche. Wie ging Theodor Heuss mit Antisemitismus um – und wie verhalten wir uns heute? Themenführung für Besuchergruppen und Schulklassen.
Vortragsprogramm im Theodor-Heuss-Haus:
10. Februar 2026, 18 Uhr
Was ist Antisemitismus? Ursachen und Formen im 21. Jahrhundert
Vortrag von Prof. Dr. Lars Rensmann
22. April 2026, 18 Uhr
Die neue autoritäre Linke. Wie antisemitisch sind Postkolonialismus und Antizionismus?
Buchvorstellung: Der Autor Nicholas Potter im Gespräch mit Dr. Ernst Wolfgang Becker
18. Juni 2026, 18 Uhr
Antisemitismus in den sozialen Medien
Vortrag von Dr. Monika Hübscher
15. September 2026, 18 Uhr
Tacheles reden. Antisemitismus unter uns
Podiumsdiskussion mit Volker Beck, Marina Chernivsky, Mark Rubinstein und Isabel Fezer (Moderation). In Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
Stuttgart e.V.
11. November 2026, 18 Uhr
Antisemitische Verschwörungsmythen. Einfache Erklärungen in einer komplexen Welt
Vortrag von Dr. Juliane Wetzel
Weitere Veranstaltungen sind in Planung.
Weitere Informationen unter www.theodor-heuss-haus.de/immernoch