„Frauenwille siegt“? Politische Partizipation von Frauen vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik

Vortrag von PD Dr. Kirsten Heinsohn am Dienstag, 26.2.2019, 18 Uhr im Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46

„Frauen werbt und wählt, jede Stimme zählt, jede Stimme wiegt, Frauenwille siegt!“ Mit diesem Slogan warb Elly Heuss-Knapp für die Wahl zur Verfassunggebenden Nationalversammlung am 19. Januar 1919, bei der Frauen erstmals wählen durften. Von nun an warben die politischen Parteien auch um die Stimmen der Frauen. Welche politischen Beteiligungsmöglichkeiten eröffneten sich damit für Frauen, die über die Abgabe eines Stimmzettels hinausgingen? Welche nahmen Frauen tatsächlich wahr, und wo wurden ihnen dabei Steine in den Weg gelegt? Die Historikerin Kirsten Heinsohn zeichnet die wechselvolle Entwicklung der politischen Partizipation von Frauen vom Kaiserreich bis zur Bundesrepublik nach.

Der Vortrag gehört zum Begleitprogramm der Sonderausstellung „Um die Stimmen der Frauen. Das Frauenbild der Parteien im Spiegel ihrer Wahlplakate 1919-2017“, die bis zum 1.9.2019 im Theodor-Heuss-Haus zu sehen ist.

PD Dr. Kirsten Heinsohn 

geb. 1963, studierte Neue und Mittlere Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Politikwissenschaft und wurde 1995 promoviert. 2002-2013 arbeitete sie am Institut für die Geschichte der deutschen Juden. 2006 habilitierte sie sich. Sie war 2013-2015 Associate Professor in Modern German History an der Universität Kopenhagen und ist seit 2015 stv. Direktorin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

Publikationen u. a.: Konservative Parteien in Deutschland 1912-1933. Demokratisierung und Partizipation in geschlechterhistorischer Perspektive (2010); Politik und Geschlecht. Zur politischen Kultur bürgerlicher Frauenvereine in Hamburg 1871-1918 (1997). 

Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus lädt Sie herzlich ein zum Vortrag

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Meldung vom 07.12.2018
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