Der gewaltsame Lehrer Die Gestaltungskraft des Krieges in Europa

Termin: Dienstag, 24.9.2019, 18 Uhr Ort: Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46


Kriege bestimmten die Geschichte Europas in der Moderne. Sie waren die Geburtshelfer von Nationen und Nationalstaaten. Revolutionen bedurften zu ihrem Erfolg in der Regel kriegerischer Auseinandersetzungen. Zudem gestalteten Europas Kriege die globale Ordnung, führten zur europäischen Vorherrschaft und beendeten diese wiederum. Und auch nach 1945, als eine Friedensvision die europäische Integration leitete, sind Kriege und militärische Gewalt wieder nach Europa zurückgekehrt.
Der renommierte Historiker Dieter Langewiesche fragt, warum Menschen immer wieder zum Mittel des Krieges greifen. Er kommt zu dem beunruhigenden Ergebnis, dass der Krieg eine historische Gestaltungskraft ersten Ranges ist, der Wandel und auch Fortschritt ermöglicht.
Nach einem Kurzvortrag wird Dieter Langewiesche seine Thesen im Gespräch mit Ernst Wolfgang Becker zur Diskussion stellen.


Prof. Dr. Dr. h.c. Dieter Langewiesche

geb. 1943, war 1985–2008 Professor für mittlere und neuere Geschichte an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seine Forschungen und Publikationen zur neueren deutschen und europäischen Geschichte werden national und international weit beachtet.
Jüngste Veröffentlichungen: Die Monarchie im Jahrhundert Europas. Selbstbehauptung durch Wandel im 19. Jahrhundert (2013); Neurohistorie. Ein neuer Wissenschaftszweig? (mit Niels Bierbaumer, 2017); Der gewaltsame Lehrer. Europas Kriege in der Moderne (2019).

 

 

 

Dr. Ernst Wolfgang Becker
geb. 1966, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und stv. Geschäftsführer der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus.

 

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Meldung vom 12.09.2019
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