Theodor-Heuss-Haus

 

Module

Geschichtsbilder im Mosaik

Geschichtsbilder im Mosaik können in zwei Varianten eingesetzt werden.
A) Abhängig vom Themenschwerpunkt der Führung, platziert der Besucherführer vorab ein „Mosaikteilchen” mit durchlaufenden Nummern und passenden Stichworten in den Wohnräumen und der Ausstellung. Jedem Schüler wird im Vorfeld der Führung eine Nummer zugeteilt. Die Schüler haben 15 Minuten Zeit, die Nummer zu suchen, die Ausstellungseinheit/das Exponat/den Text kennen zu lernen und sich Gedanken dazu zu machen. Innerhalb der Führung kommt der Besucherführer an der jeweils passenden Stelle auf das „Mosaikteilchen” zu sprechen und der Schüler wird gebeten, es zu erläutern.

B) Die Schüler erhalten vor der Führung „Mosaikteilchen” mit Nummern und platzieren ihr Zettelchen an ihrem „Lieblingsexponat”. Später müssen sie begründen, weshalb sie dieses Exponat gewählt haben und erklären, was es aussagt. Zur Vorbereitung haben sie ebenfalls 15 Minuten Zeit, dann beginnt die Führung. Nach Abschluß der Erkundung der gesamten Ausstellung ergibt sich für alle Teilnehmer das Gesamtbild des historischen und themenspezifischen Mosaikbildes.
Für Schulklassen sind diese Führungen komplett kostenlos.

Zielgruppe:
Schülerinnen und Schüler der Klassen 3-10
Dauer: 2–2½ Stunden

Schüler vor Elly Heuss Knapp Wand

Geschichtsrallye

Die jungen Besucher/innen erhalten vor der Führung ein Bild eines anschaulichen Ausstellungsstückes und haben 20 Minuten Zeit, das Exponat zu suchen, den Text kennen zu lernen und sich Gedanken dazu zu machen. Innerhalb der anschließenden Führung kommt der Besucherführer an der jeweils passenden Stelle auf das „Bild” zu sprechen. Der junge Besucher kann, wenn er möchte, das Ausstellungsstücke selbst der Gruppe vorstellen und erläutern.
Für Kindergruppen sind diese Führungen komplett kostenlos.

Zielgruppe: Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren
Dauer: 1½–2 Stunden

Geschichtsrallye: „Theodor Heuss gegen den überaus starken Willibald”

Wer kennt nicht die spannende Tiergeschichte von Willi Fährmann mit dem überaus starken Willibald. Durch die Museumsrallye erfahren die Kinder, dass das Verhalten der Mäuse durchaus auf das der Menschen übertragen werden kann. Während des gemeinsamen Rundganges wird deutlich, wie auch am Beispiel der Biografie von Theodor Heuss und seinem Lebensumfeld Angst erzeugen, Ausgrenzung, Verleumdung erzeugen wurde und auch heute noch das eigene Leben beeinflussen kann.

Zielgruppe: Kinder im Alter zwischen 4 und 10 Jahren
Dauer: 1½–2 Stunden


Interaktive Einheit

Die interaktive Einheit kann genutzt werden, um sich der Ausstellung mit modernen Medien zu nähern und das Erlernte spielerisch zu reflektieren. Eine Spielstation befindet sich im Theodor-Heuss-Haus. Das Spiel kann auch in der Cafeteria per Beamer an die Wand projiziert werden kann, um besser von Klassen gemeinsam im Anschluss an einen Ausstellungsbesuch genutzt werden zu können. Am Ende entsteht ein Artikel über Leben und Wirken von Theodor Heuss, der z.B. für die Schülerzeitung weiterverwendet werden kann.

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 8-10
Dauer: 2–2½ Stunden

Workshops

Workshop: „Für Freiheit und Recht”. Das Grundgesetz und die deutschen Verfassungen seit 1849

Am 23. Mai 1949 wurde feierlich das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Bonn verkündet und trat damit in Kraft. Erstmals zum 60jährigen Jubiläum bietet das Theodor-Heuss-Haus die Möglichkeit, sich konkret zu diesem Themenschwerpunkt die Ausstellung eigenständig zu erschließen. Dazu können unsere museumspädagogischen Materialien für die Sekundarstufen I und II angefordert werden. Sie sind kostenlos über das Theodor-Heuss-Haus erhältlich.
Auf Wunsch kann auch ein Referent des Museums die Gruppe begleiten und betreuen. Für vertiefende Diskussionen, Einzel- und Gruppenarbeit kann die Cafeteria des Museums genutzt werden.
Für Schulklassen sind diese Führungen komplett kostenlos.

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 10–13
Dauer: 3–3½ Stunden

 

Workshop: „Ausgezeichnet!”

„Der Staat muss danken können” – von diesem Grundgedanken ausgehend stiftete Theodor Heuss schon zu Beginn seiner Präsidentschaft das Silberne Lorbeerblatt für Erfolge in Sport oder Musik und den Bundesverdienstorden für Engagement in Beruf oder Ehrenamt. Als einziges traditionelles Ehrenzeichen erneuerte Heuss die Friedensklasse des Ordens Pour le mérite, eine Auszeichnung für Leistungen in Kultur und Wissenschaft. Der Workshop thematisiert zum einen die historische Entwicklung von Ehrenzeichen und Orden und setzt Methoden ein, sich auch spielerisch-kreative mit bekannten und neuen Auszeichnungen zu beschäftigen. Welche besondere Leistungen sind heute gesellschaftlich beachtenswert und wie werden sie belohnt?

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 4–10
Dauer: 2½ Stunden


Workshop: „Grund- und Menschenrechte”

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Auseinandersetzung mit der Grund- und Menschenrechten. Pädagogisches Mittel hierzu sind Sitzwürfel mit denen die Schülerinnen und Schüler inhaltlich und kreativ arbeiten. Hierzu werden drei Schwerpunkte ins Auge gefaßt, die einzeln buchbar sind.

Modul 1: Grundrechte – Erbe und Verpflichtung
Die Grundrechte: Eine Zeitreise im 20. Jahrhundert
Vermittlung der historischen Entwicklung von Grundrechten bis hin zum Grundgesetz und Kennenlernen der einzelnen Grundrechte bis hin Internationale Einordnung mit Transfer zu den Menschenrechten

Modul 2: Ein Plädoyer für Menschenrechte
Kennenlernen der UN, Vermittlung der Menschenrechts-Charta bis hin zur Internationale Einordnung der aktuellen politischen Brennpunkten (Palästina, Südafrika, Afghanistan, Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko)

Modul 3: Kinderrechte – für Dich und Mich
Kennenlernen der UN-Kinderrechtskonvention (Übereinkommen über die Rechte des Kindes, 20.11.1989), Vermittlung der Rechte für die Kinder, Einforderung von Menschenrechten, weltweite Einordnung zu aktuellen politischen Brennpunkten: gibt es Länder, in denen andere Rechte der Kinder lebensnäher sind, Benennung von Hilfsinstitutionen

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 8
                 Gymn. Kl. 9 Fach Geschichte (die Demokratie der Bundesrepublik Deutschland)
                 Gymn. Kl. 10 (Entwicklung der Menschenrechte)
                 Gymn. Kl. 10 Fach Gemeinschaftskunde (Recht und Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland
                 Realsschule Kl. 8
                 Hauptschule Kl.8
Gruppenstärke: max. 25 Schüler/innen
Dauer: 2–2½ Stunden
Ort: Theodor-Heuss-Haus
Kosten: kostenfrei

Studientag: „Verboten – Verbrannt – Verbannt: Bücherverbrennung und Berufsverbot im Nationalsozialismus”

Im Mittelpunkt des Projekttages steht die Auseinandersetzung mit der national-sozialistischen „Kulturpolitik”. Weithin bekannt ist die Bücherverbrennung am 10. Mai 1933. Doch was passierte mit Schriftstellern und Künstlern, die ihre Berufe nicht mehr ausüben durften? Wie haben sie auf diese Situation reagiert? Am Beispiel des Politikers und Journalisten Theodor Heuss und des Künstlers Reinhold Nägele wird stellvertretend für viele Einzelschicksale gezeigt, was diese Verbote im Einzelfall bedeuteten und welche Konsequenzen Menschen daraus gezogen haben. Die Teilnehmenden werden mit aktivierenden und kreativen Methoden an die schwierigen Themen herangeführt und erarbeiten sich so die unterschiedlichen Lebenswege zweier Menschen, die nicht den ideologischen Vorgaben der Nationalsozialisten entsprachen.

Der Projekttag bindet sich unmittelbar an die Lehrpläne zum Nationalsozialismus an und kann auch im Rahmen einer außerschulischen Unternehmung gebucht werden.

Zielgruppe: Schülerinnen und Schüler der Klassen 8–12
Dauer: 4½ Stunden

In Kooperation mit "lernort gedenkstätte", Stuttgart


Schüler an Studientag Theodor-Heuss-Haus Stuttgart Stiftung

Weitere Angebote


Schüler interaktiv: GFS

Eine Gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen (kurz GFS) ist eine Art der Leistungsbeurteilung im Schulsystem von Baden-Württemberg. Dabei sollen die Schüler selbstständig ein Thema erarbeiten und ihre Ergebnisse in Form einer Präsentation oder schriftlichen Ausarbeitung darstellen. An manchen Schulen werden auch die Begriffe „Gleichwertige Leistungsfeststellung” (kurz GLF), „Zusätzliche Lernleistung” (kurz ZL oder ZLL), „Gleichwertige Schülerleistung” (kurz GSL), „Hausarbeit mit Präsentation” (HaP) oder „Allgemeine Lernleistung” (kurz AL) verwendet.

Das Theodor-Heuss-Haus bietet sich in besondere Weise dafür an, dass sich Schüler eigenständig mit und über die Biografie des ersten Bundespräsidenten mit der Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts auseinander setzen. Die Mitarbeiter der Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus werden die Schüler und Schülerinnnen dabei mit fachlichem Rat tatkräftig unterstützen können.