Theodor-Heuss-Haus

 

Erinnerungsraum

Der Erinnerungsraum Theodor Heuss Haus Stiftung
Der Erinnerungsraum (Foto: SBTH)

Nicht einmal vier Jahre sind Theodor Heuss vergönnt, um in seinem Alterswohnsitz politischen und privaten Besuch zu empfangen und seine „Erinnerungen” zu schreiben. Diese Memoiren kann Heuss nur bis zum Jahre 1933 fortführen, weil sich sein Gesundheitszustand im Sommer 1963 rapide verschlechtert.

Die letzten Wochen seines Lebens verbringt er in seinem Haus auf dem Killesberg, wo er am 12. Dezember 1963 in seinem Schlafzimmer stirbt. Anders als die übrigen Wohnräume wurde dieser Raum nicht rekonstruiert, sondern zu einem Erinnerungszimmer gestaltet. Während der wieder eingerichtete Wohnbereich einen originalgetreuen Eindruck von Heuss' Lebensstil um 1960 vermittelt und die Dauerausstellung eine Vielzahl von Informationen über das Leben des ersten Bundespräsidenten und seine Zeit bietet, beschränkt sich die Ausstattung des Erinnerungszimmers bewusst auf wenige Impulse. Der Raum ist sparsam eingerichtet und soll ein stilles, individuelles Gedenken an die Persönlichkeit und Bedeutung von Heuss möglich machen, ohne ihn zum Denkmal zu stilisieren. Wenige, zurückhaltend präsentierte Objekte und Texte regen zur Auseinandersetzung mit der Frage an: Warum sollen sich nachfolgende Generationen heute noch an Theodor Heuss erinnern?