Theodor-Heuss-Haus

 

Führungsangebot im Theodor-Heuss-Haus

Führung durch die AustellungFührung durch die AustellungFührung durch die Austellung

  • Offene Führungen jeden Sonntag 15 Uhr, keine Anmeldung erforderlich
    Kosten: ab 18 Jahre € 2,– p.P, unter 18 Jahre kostenlos
  • Für Inhaber der Stuttgarter Bonuscard sind Eintritt und Teilnahme an offenen Führungen kostenfrei
  • Gruppenführungen durch die ständige Ausstellung nach Anmeldung
    unter Tel. (0711) 2 53 55 58 oder per E-Mail an heuss-haus@stiftung-heuss-haus.de
  • Gruppen bis max. 20 Personen
    Dauer 60 Minuten € 30,–
    Dauer 90 Minuten € 40,–
    zzgl. € 2,– Eintritt pro Person (ab 18 Jahren)
  • bei Schülergruppen fallen in Begleitung einer Lehrkraft keine Kosten an

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Thematische Führungen



Mit Kennerblick: Theodor Heuss und die bildende Kunst

Das große Interesse von Theodor Heuss an der bildenden Kunst wird bereits in den originalgetreu rekonstruierten Wohnräumen sichtbar. Viele Werke befreundeter Künstler schmücken die Wände. Heuss’ Interesse an der Kunst zieht sich wie ein roter Faden durch sein gesamtes Leben. Auf Reisen hat er begeistert gezeichnet, zudem war er mit zahlreichen Künstlern, wie zum Beispiel mit Reinhold Nägele, befreundet. Als Journalist verfasste er unzählige Artikel über Themen der bildenden Kunst, aber auch als Politiker hat er sich in diesem Bereich engagiert: Als Kultminister von Württemberg-Baden war er für die Berufung der Professoren der wiedereröffneten Kunstakademie zuständig und als Bundespräsident hat er die „Dankspende des Deutschen Volkes“ ins Leben gerufen, die Kunstschenkungen an das Ausland ermöglichen sollte. Und nicht zuletzt wurde er als Person des öffentlichen Lebens häufig von namhaften Künstlern, etwa von Oskar Kokoschka, porträtiert. Neben wichtigen Zeitdokumenten sind auch einige dieser Porträts im Theodor-Heuss-Haus zu betrachten.


Theodor Heuss – Schwabe in Deutschland   

Theodor Heuss hat von seiner Lebenszeit mehr Jahre in Berlin und Bonn als in seiner württembergischen Heimat verbracht. Dennoch ist er Schwabe geblieben, auch wenn er sich gelegentlich ironisch über selbstgefällige schwäbische Heimattümelei geäußert hat. Beim Gang durch sein berufliches und politisches Wirken soll auf seinen schwäbischen Lebenshintergrund, seine Heimatverbundenheit und seine Wertschätzung für die Bedeutung schwäbischer Köpfe für die deutsche Geistesgeschichte eingegangen werden. Auch an Beispiele seines Humors wird dabei erinnert.

Mit spitzer Feder durch vier Epochen deutscher Geschichte

Theodor Heuss konnte am Ende seines Lebens auf ein beachtliches literarisches Werk zurückblicken. Er war als Redakteur, Biograph, Essayist, Kritiker und Verfasser seiner Reden durch ein Stück deutscher Geschichte geschritten, das man als „Zeitalter der Extreme“ bezeichnet hat: die Zeit des Imperialismus, die Zeit einer unglücklich endenden Weimarer Republik, die Zeit der NS-Diktatur und die Zeit eines demokratischen Neuaufbaus. Seine literarische Hinterlassenschaft spiegelt die Geschichte des 20. Jahrhunderts aus der Sicht eines liberalen Intellektuellen wider. Dies wird bei der Führung durch die ständige Ausstellung deutlich, in der auch aus auswählten Veröffentlichungen, Briefen, Biographien und Reden von Heuss zitiert wird.


Heuss auf Reisen

Zum Amt eines Bundespräsidenten gehören Reisen und Staatsbesuche. Doch bereits als junger Mann war der Bildungsbürger Theodor Heuss viel unterwegs. Zahlreiche Wanderungen führten ihn vor allem durch die schwäbische Heimat. Schon bald kamen Reisen nach Schweden, Belgien oder Paris hinzu. Immer dabei waren Stift und Papier – zum Zeichnen und Notieren von Erinnerungen. Die Führung nimmt die Besucher mit auf einige jener Reisen, vermittelt einen Einblick, wofür Heuss sich interessierte, was ihn beeindruckte oder welche Dinge er gerade bei Staatsbesuchen als nicht so angenehm empfunden hat. Dabei kommt Heuss selbst immer wieder zu Wort und es bleibt Raum, um sein Zeichentalent zu begutachten.


Von der Revolution zum Grundgesetz

Die Revolution von 1848/49 hat Theodor Heuss noch nicht erlebt. Trotzdem prägte ihn das demokratisch-liberale Denken dieser Zeit, sodass sich Verbindungslinien bis in die Bundespräsidentenzeit hinein ziehen lassen. Die Themenführung erklärt diese Zusammenhänge von der Verfassung der 48er-Revolution über die Verfassungen von Kaiserreich und Weimarer Republik bis zur Entstehung unseres Grundgesetzes. Die Besucher gewinnen Einblicke in das Demokratieverständnis von Theodor Heuss, in seine Auffassung von Liberalismus und seine Rolle im Parlamentarischen Rat.


Was Frauen stark macht. Lehrerin - Werbefachfrau - First Lady: Elly Heuss-Knapp

Elly Heuss-Knapp war die Frau des ersten deutschen Bundespräsidenten und Gründerin des Deutschen Müttergenesungswerks. Doch sie war auch Lehrerin, Werbefachfrau und Parlamentarierin. In der Führung werden diese und noch weitere weniger oder fast gar nicht bekannte Seiten dieser bemerkenswerten Frau behandelt. Als Professorentochter in Straßburg geboren, zeigt Elly Heuss-Knapp sehr früh soziales Engagement, wovon sie sich auch als Ehefrau und Mutter kaum einschränken ließ. Dass das manchmal nicht ganz so einfach war und sich während des Nationalsozialismus auch negativ auswirken konnte, auch damit beschäftigt sich die Themenführung. Ihre eigenen Worte und die vielfältigen Zeugnisse ihrer Arbeit kommen hierbei nicht zu kurz.

Theodor Heuss und die Krisen der Demokratien im 20. Jahrhundert

Krisen in der deutschen Demokratie sind nicht neu. Theodor Heuss hat zwei schwierige Epochen hinsichtlich Niedergang und Neubeginn von staatlichen, demokratischen Strukturen miterlebt und mitgeprägt. Die Themenführung legt innerhalb der Biographie des späteren Bundespräsidenten ihren ersten Schwerpunkt in die Zeit der Weimarer Republik und fragt, wie Heuss deren Gründung erlebt hat, welche Stellung er zu den wachsenden Problemen der Republik bezogen hat, und sie diskutiert die Zustimmung seiner Partei zum Ermächtigungsgesetz. Der zweite Schwerpunkt liegt auf dem demokratischen Neuanfang nach 1945. Mit welchen Schwierigkeiten hatte Heuss selbst zu kämpfen? Wie sollte ein demokratischer Neuanfang aussehen? War seine Zeit als Bundespräsident dann krisenfrei?

 

Für die Menschlichkeit: Theodor Heuss, das Judentum und Israel

Als erster Bundespräsident der jungen Bundesrepublik prägte Theodor Heuss bereits im Jahr 1949 den Begriff der „Kollektivscham“ und sprach in seinen Reden offen von den Gräueltaten des Dritten Reiches. Damit legte er ein moralisches Fundament für den Umgang mit der NS-Vergangenheit, das bis in unsere Gegenwart wirkt. Die Themenführung setzt sich differenziert mit Heuss‘ Verhältnis zu jüdischen Zeitgenossen und seiner Betrachtung des nationalsozialistischen Regimes auseinander. Als Bundespräsident engagierte Theodor Heuss sich unermüdlich für die Versöhnung mit dem Judentum und Israel. Auch als Privatmann blieb er weiter aktiv und setzte versöhnungspolitische Akzente während seiner Israel-Reise im Jahr 1960 wo er auf den Premierminister David Ben Gurion und die Außenministerin Golda Meir traf.

 

 


Sonderführung: Theodor-Heuss-Haus & Weißenhofsiedlung

„Leben gestalten – Theodor Heuss und die Werkbundsiedlung am Weissenhof”

Der Deutsche Werkbund war ein maßgeblicher Wegbereiter zukunftweisenden Designs – vom Sofakissen bis zum Städtebau. In ihm haben sich im Jahr 1907 Architekten, Künstler, Designer und Handwerker zusammengeschlossen, um sich für ästhetisch ansprechende, qualitativ hochwertige Produkte der industriellen und handwerklichen Fertigung einzusetzen.

Theodor Heuss, der erste Bundespräsident, der bereits kurz nach der Gründung des Werkbundes Mitglied geworden war, gehörte von 1918 der Geschäftsleitung, von 1923 dem Vorstand an. Von Heuss' lebhaftem Interesse an Fragen der Architektur und Gebrauchsästhetik zeugen unter anderem seine zahlreichen Essays zur Entwicklung der Baukunst.

In der attraktiven Ausstellung im Theodor-Heuss-Haus, der ersten Station der Themenführung, wird dies näher erläutert. Im Anschluss erschließt die einzigartige architektonische Siedlung „Am Weissenhof” die Gestaltungsprinzipien des Deutschen Werkbundes. Dort steht auch das berühmte Le Corbusier Haus, das seit 2006 ebenfalls als Museum zugänglich ist.

Dauer: etwa 2 Stunden

Kosten einschließlich Eintritt: Erwachsene € 12,– | Studierende € 7,50 | Schüler € 3,–

Treffpunkt:Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46, Stuttgart Nord (Killesberg)

Anmeldung erforderlich unter Tel. 0711/2535558  bzw. heusshaus@stiftung-heuss-haus.de
oder beim Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier

 Anmeldeformular Sonderführung Werkbund

Veranstalter: Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus und Weissenhofmuseum