Die Stiftung

 

Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus

Die Stiftung

  • erinnert im Theodor-Heuss-Haus an den ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland
  • fördert politische Bildung durch Seminare, Fortbildungen und Vorträge
  • leistet einen Beitrag zur zeitgeschichtlichen Forschung, die sie mit Kolloquien eigenen Publikationen, Editionen und wissenschaftlichen Projekten bereichert
  • unterhält ein Archiv und eine Bibliothek, die der Öffentlichkeit zugänglich sind

Gründung: 27. Mai 1994 durch den Deutschen Bundestag als eine überparteiliche Stiftung des öffentlichen Rechts
Eröffnung: 29. November 1996


Wissenschaft, Archiv, Bibliothek und Verwaltung:
Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus
Breitscheidstr. 48
70176 Stuttgart
Tel. (0711) 95 59 85-0
Fax (0711) 95 59 85-30
info@stiftung-heuss-haus.de



Erinnerungsstätte und Ausstellung:
Theodor-Heuss-Haus 
Feuerbacher Weg 46
70192 Stuttgart
Tel. (0711) 2 53 55 58
Fax (0711) 2 53 51 32
heusshaus@stiftung-heuss-haus.de

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Führungen:
Nach Anmeldungen unter Tel. (0711) 2 53 55 58

Finanzierung:
Die Stiftung wird vom Bund mit Mitteln der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien finanziert.
Jahresetat: € 890.000,– (2014)

Spendenkonto:
BW-Bank Stuttgart, BLZ 600 501 01, Kontonr. 1279 689
IBAN: DE48 6005 0101 0001 2796 89  BIC: SOLADEST600
Zuwendungen/Spenden sind steuerlich absetzbar.
Auf Wunsch wird eine Zuwendungsbestätigung/Spendenbescheinigung ausgestellt.

Bitte geben Sie stets einen der folgenden Verwendungszwecke an:

  • Heuss-Haus / Heuss-Ausstellung
  • Heuss-Haus / Publikationen
  • Heuss-Haus / Politische Bildung
  • Heuss-Haus / Bibliothek
  • Heuss-Haus / Archiv 

Die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus ist keine Förderstiftung, sondern eine operative Stiftung. Projekte Dritter können daher nicht durch Zuschüsse, Stipendien oder sonstige Fördergelder unterstützt werden.

Jahresbericht: Über die Aktivitäten der Stiftung geben ihre Jahresberichte Auskunft.

Den aktuellen Jahresbericht 2014 finden Sie hier

Zurückliegende Ausgaben finden Sie in unserem Downloadbereich.

Kostenordnung:
Für die Nutzung bestimmter Dienste der Stiftung werden Kosten in Rechnung gestellt. Diese ergeben sich aus der jeweils gültigen Kostenordnung.

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Ziele und Aufgaben

Verschiedene Portraits von Theodor Heuss

Theodor Heuss als Repräsentant von Humanität in der politischen Landschaft – auch deshalb gründete der Deutsche Bundestag 1994 die Stiftung Bundespräsident-Theodor-Heuss-Haus. Damit wurde eine überparteiliche Stiftung des öffentlichen Rechts ins Leben gerufen, deren zentrale Aufgabe darin liegt, das vielseitige Leben und Werk des ersten Staatsoberhaupts der Bundesrepublik wieder verstärkt in das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Vielen Menschen nur in der Rolle des Bundespräsidenten bekannt, verkörpert Theodor Heuss (1884-1963) darüber hinaus eine demokratische und rechtsstaatliche Tradition im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Zwei Weltkriege und vier verschiedene politische Systeme gaben den historischen Rahmen vor, in dem er sich zu bewegen hatte. 

Seit dem Kaiserreich engagierte sich Heuss politisch auf Seiten der Sozialliberalen, sei es als Wahlhelfer Friedrich Naumanns, als Politiker oder als Parlamentarier der Deutschen Demokratischen Partei (DDP) im Reichstag der Weimarer Republik. Als Bildungsbürger verfügte er zudem souverän über die Instrumente des Redners und Publizisten und wirkte so in eine breite Öffentlichkeit hinein. Heuss als Journalist und Historiker blieb – auch in Zeiten der erzwungenen politischen Abstinenz zwischen 1933 und 1945 – ein aufmerksamer Beobachter der Zeitläufe. Und schließlich gab er als Wanderer mit Stift und Feder seiner Gegenwart zeichnerischen Ausdruck. 


Heuss stand im Zeitalter der Extreme, in dem die Ideologien aufeinander prallten, für ein demokratisches Selbstverständnis, Völkerverständigung und humane Bildung. So empfahl er sich nach der nationalsozialistischen Diktatur für die schwierige Aufgabe, als Staatsoberhaupt die junge Bundesrepublik nach innen und außen zu festigen sowie glaubwürdig zu vertreten. 

An diese facettenreichen Lebensbezüge knüpft die Stiftung an, indem sie die Erinnerung an Theodor Heuss fördert, zeitgeschichtliche Forschungsvorhaben initiiert und politische Bildungsarbeit betreibt. Dabei widmet sie sich zum einen dem noch unzureichend erforschten Leben und Werk von Theodor Heuss, berücksichtigt aber ebenfalls die Bedeutung seiner Frau Elly Heuss-Knapp. In diesem Zusammenhang wird auch der Frage nachgegangen, inwieweit sich die Krisen und Brüche dieses Jahrhunderts in die Biographie eines politisch aktiven Liberalen eingeschrieben und dessen weitere Entwicklung bestimmt haben. Zum anderen geht die Stiftung in ihrer Arbeit über den biographischen Horizont hinaus und wendet sich allgemeinen Themen der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu, insbesondere der Entwicklung der Demokratie, des Liberalismus, des Parlamentarismus und der Parteien sowie des Bürgertums und der politischen Kultur in Deutschland. 

In der politischen Bildungsarbeit möchte die Stiftung so das Bewusstsein für die Möglichkeiten und Grenzen demokratischen Handelns in unterschiedlichen politischen Systemen schärfen und die Ausbildung historisch reflektierter demokratischer Werthaltungen stärken. Im Rahmen der wissenschaftlichen Arbeit gibt die Stiftung eigene Publikationen heraus und regt Forschungsvorhaben an; ebenso fördert und vernetzt sie den zeitgeschichtlichen Fachdiskurs. Tagungen, Seminare und Fortbildungen mit Lehrern, Schülern, Studenten und Wissenschaftlern sowie weitere wissenschaftliche und kulturelle Veranstaltungen setzen daher wichtige Akzente in der Stiftungsarbeit.