Zwischen Pathos und Nüchternheit. Wein als Mittel der staatlichen Repräsentation von Heuss bis heute

Vortrag von Dr. Knut Bergmann, 23. November 2017, 18 Uhr, Theodor-Heuss-Haus, Feuerbacher Weg 46

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Die staatliche Repräsentation der Bundesrepublik Deutschland ist angesichts der historischen Belastungen ein schwieriges Feld. Auf ihm vollzog sich eine mehrfache Suchbewegung zwischen Pomp und Bescheidenheit. Letztlich dominiert bis heute eine „Haltung zur Zurückhaltung“. Dies gilt selbst für den bei Staatsbanketten ausgeschenkten Wein, der ein Stück deutscher Kulturgeschichte erzählt. Die Bundesrepublik ließ in ihrer protokollarischen Bescheidenheit beim Wein manche Gelegenheit aus zu glänzen. Schon der erste Bundespräsident Theodor Heuss, ein bekennender Weinliebhaber, vermochte hierbei kaum Akzente zu setzen, sondern verfolgte auch für diese Art der staatlichen Selbstdarstellung die von ihm geprägte Formel vom „Pathos der Nüchternheit“.  

Dr. Knut Bergmann
geb. 1972, studierte Politische Wissenschaften, Psychologie sowie Öffentliches Recht und wurde 2002 promoviert. Nach beruflichen Stationen u. a. bei der TV-Moderatorin Sabine Christiansen arbeitete er ab 2005 fünf Jahre als Grundsatzreferent im Bundespräsidialamt. Anschließend war er Redenschreiber des Bundestagspräsidenten, bevor er 2012 zum Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) wechselte. Dort leitet er die Abteilung Kommunikation und das Hauptstadtbüro. Er publiziert regelmäßig zu gesellschaftspolitischen Themen.



Im Anschluss an den Vortrag laden wir traditionell zu einem kleinen Imbiss ein. Wir danken dem Weingut Aldinger in Fellbach, das an diesem Abend freundlicherweise den Wein zur Verfügung stellt.

Meldung vom 28.09.2017
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