Von der Revolution zum Grundgesetz.

Offene Themenführung durch die ständige Ausstellung mit Yvonne Jäschke, M.A.

Termin: Sonntag, 11.2.2018, 15 Uhr, Ort: Theodor-Heuss-Haus

Die Revolution von 1848/49 hat Theodor Heuss nicht selbst erlebt. Doch sein Urgroßonkel hat unter der Bürgerwehrfahne (s. Foto) als Bürgermeister von Haßmersheim und Kommandant der Bürgerwehr „Für Freiheit und Recht“ gekämpft und musste dafür ins Gefängnis. Diese Familiengeschichte hat Heuss sehr beeindruckt und sein politisches Denken fortan mitgeprägt. Mit seinem lebhaften Interesse an Verfassungsfragen hat er die Entstehung der Weimarer Reichsverfassung mitverfolgt und während der 1920er Jahre Vorlesungen über Verfassungsgeschichte gehalten. Mit seiner Zustimmung zum Ermächtigungsgesetz 1933 hat Heuss dann aber selbst auf folgenreiche Weise an dem Bruch der Verfassung mitgewirkt. 1948/49 hat er schließlich bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes eine zentrale Rolle gespielt: Das Grundgesetz trägt auch die Handschrift von Theodor Heuss.

Meldung vom 08.12.2017
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