Politik als Beruf. Herausforderungen und Wandel seit 1945

Vortrag von Prof. Dr. Frank Bösch im Rahmen der Schwerpunktreihe "Politik als Beruf" 

Termin: Donnerstag, 27. April 2017, 18 Uhr, Ort: Theodor-Heuss-Haus 

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Leidenschaft, Verantwortungsgefühl und Augenmaß – noch immer werden Politiker an diesen drei Kriterien gemessen, die der Soziologe Max Weber vor rund 100 Jahren in seinem berühmten Vortrag „Politik als Beruf“ formuliert hat. Indes hat sich das Berufsbild des Politikers seither dramatisch gewandelt. In Zeiten des Populismus stehen Politiker stärker denn je in der Kritik. Zu den gängigen Vorwürfen zählt, sie seien nur auf Macht und Geld aus und hätten weder Bezug noch Kontakt zur Bevölkerung.  

Frank Bösch, Experte für die Parteiengeschichte und den Wandel des Politischen im 20. Jahrhundert, greift diese Entwicklung auf und verdeutlicht, wie sich die Arbeit und der Status von Politikern in der Bundesrepublik wandelten. Er zeigt, wer Politiker wurde, in welcher Beziehung die Volksvertreter zur Bevölkerung standen und wie sich ihre Aufgaben veränderten.

Prof. Dr. Frank Bösch 

geb. 1969, ist Direktor des Zentrums für Zeithistorische Forschung (ZZF) Potsdam und Inhaber des Lehrstuhls für deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Universität Potsdam.

Publikationen (Auswahl): Die Adenauer-CDU. Gründung, Aufstieg und Krise einer Erfolgspartei (2001); Öffentliche Geheimnisse. Skandale, Politik und Medien in Deutschland und Großbritannien 1880–1914 (2009); Geteilte Geschichte: Ost- und Westdeutschland 1970–2000 (Hg., 2015).

Meldung vom 23.04.2017
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